Kat-S Übung Zug Harburg 2011



Harburger DLRG-Wasserrettungszug führt Katastrophenschutzübung im Großraum Amelinghausen durch.
Neu Wulmstorf beteiligt sich mit siebenköpfigen Technik & Logistik-Trupp.
Am Sonnabend, den 8.Oktober, morgens ging die Katastrophenschutzübung los. In der Woche vorher wurde schon aufgrund von erwarteten Starkregen ein Voralarm herausgegeben.
So machten sich Matthias, Dirk, Sven, Fabian, Karsten, Lukas und Michael auf den Weg.
Da Udo, Otti und Birte doch nicht mitkamen, wurde auf die Mitnahme des zweiten MTWs samt Schlauchboot verzichtet. Für das zweite Frühstück hatte Fabian Würstchen und Kuchen dabei.
Der 39-köpfige Wasserrettungszug, ausgestattet mit sieben Fahrzeugen und drei Motorbooten, wurde nach Amelinghausen beordert. Dort brach ein Regenrückhaltebecken und löste zwei Flutwellen aus. Diese überspülten den Lopausee, angrenzende tiefer liegende Flächen und Bäche. Verunglückte mussten gerettet und Vermisste gesucht werden. Am Lopausee angekommen, wurden gleich fünf Verunglückte auf der Wasseroberfläche treibend entdeckt. Sofort schwammen fünf Buchholzer Strömungsretter zu den Verunglückten und brachten sie sicher an Land zurück. Dort wurden sie an der entstehenden Verletztensammelstelle betreut.
Die Neu Wulmstorfer bekamen ihre erste Aufgabe: zwei Schwerverletzte konnten sich mit letzter Kraft auf ein Transformatorenhaus retten und mussten dort erst einmal versorgt und dann sicher herunter und zur Sammelstelle gebracht werden. Die zwei wurden mit Rettungsleinen in ihre Tragen eingebunden und hinunter gelassen. Lukas, Michael und Fabian waren auf dem Dach beschäftigt, Matthias erfasste die Ein- und Ausgänge, Sven und Karsten unterstützten als Sanitäter und Dirk kümmerte sich um die Technik.
Die Buchholzer Taucher Kai Brauer und Thorsten Gauger bekamen die Aufgabe im See nach zwei vermissten Kanufahrern zu suchen. Vier weitere, aus einem verunglückten PKW befreite, Verletzte wurden der Sammelstelle zugeführt. Zusätzlich wurde nach weiteren Vermissten gesucht.
Und weiter ging es: die zweite Flutwelle hatte einen Campingplatz überspült und diesen von allen Zufahrtswegen abgeschnitten. Gut dreißig Personen, teilweise leicht- und schwerverletzt, mussten evakuiert und versorgt werden. Die Motorboote wurden zu Wasser gelassen und fuhren zur neuen Unglücksstelle. In Absprache mit der anwesenden SEG des Arbeiter-Samariter-Bundes, der die Übung mit Personal und zwei Rettungswagen unterstütze und die Schnittstelle zur weiteren Versorgung der Verunglückten bildete, wurde die Verletztensammelstelle zu einem, auch für Kraftfahrzeuge erreichbaren, Bootssteg verlegt.
Dort unterstützten die Neu Wulmstorfer den Tostedter Sanitätstrupp, indem sie ein Zelt mit Heizung aufbauten, die Verunglückten bis zur Übergabe an den ASB mitbetreuten, Warmgetränke bereitstellten und die Verletztentransporte vom Steg zum Zelt und später zu den Rettungswagen durchführten. Die Kettensägenführer Sven Mrowinski und Fabian Wittleben fuhren zur Unglücksstelle, um dort Baumhindernisse, die die Rettungsarbeiten behinderten, zu beseitigen.
Nachdem die letzten Verletzten am späten Nachmittag übergeben waren, war Übungsende.
Bei Kartoffelsalat und Würstchen gab es die erste, durchweg positive, Analyse. Zugführer Jan Albrecht bedankte sich im Namen des Zuges bei den Lüneburger Kameraden und den Kameraden des ASB für die Ausarbeitung dieser Übung und der Unterstützung.
Bilder: DLRG Nordheide



